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Smarte Mitbewohner – anstelle von Kevin allein zu Haus

Jeden Tag wird in Deutschland rund 450 Mal eingebrochen. Deshalb ist es wichtig, sein Heim vor Einbruchsversuchen zu schützen und im Ernstfall einen Täter abzuschrecken. Dazu braucht man aber noch lange keinen cleveren Jungen wie aus dem Film Kevin – Allein zu Haus, der das Hab und Gut in der eigenen Abwesenheit bewacht.

Stattdessen sollten Mieter und Eigentümer auf moderne Smart Home-Gadgets setzen. Einige sind bereits jetzt in der Lage, Kevins Rolle zu übernehmen – indem sie den Eindruck erzeugen, die Wohnung sei belebt. Denn: Wie Studien belegen, fürchten sich die meisten Einbrecher davor, jemanden in der Wohnung anzutreffen.

Entsprechende Geräte lassen sich leicht installieren

Anders als die selbstgebauten Fallen von Kevin sind moderne Smart-Home-Anwendungen in der Lage, mithilfe von Licht und Akustik die Anwesenheit von Bewohnern zu simulieren. Dabei können nicht nur sich bewegende Bewohner simuliert werden. Die Geräte können auch akustisch den Eindruck erzeugen, dass die Bewohner ihrem Alltag nachgehen, Musik hören, fernsehen, duschen oder kochen. Klapperndes Geschirr und lachende Menschen inbegriffen.

Der Einbau der Geräte ist leicht, denn es wird nicht mehr als eine funktionierende Steckdose sowie eine Wifi-Verbindung benötigt. Gesteuert wird alles über das eigene Smartphone. Die Anwendung ist so einstellbar, dass sie sich beispielsweise zu bestimmten Tageszeiten einschaltet oder aber längerfristig. Beispielsweise, wenn der Bewohner in den Urlaub fährt. Die intelligente Steuerung ermöglicht es, dass Sie auch aus der Ferne mit Ihrem persönlichen Kevin für mehr Sicherheit in den vier Wänden sorgen können.

Foto im Header: Im Trend: Apartments in Stadtvillen wie das Meisterstück in Berlin-Dahlem. Hier gibt es ein großes Interesse an Smart-Home-Anwendungen.
Foto links: Das Schweizer Startup Mitipi hat einen virtuellen Mitbewohner entwickelt, der vor Einbrechern schützt.

Am besten mit anderen Smart-Home-Anwendungen kombinieren

Die Möglichkeiten, seine eigenen vier Wände mit intelligenten Technologien zu schützen, sind allerdings noch vielseitiger. So ist es beispielsweise möglich, Bewegungsmelder im Garten zu installieren und diese mit einer Videokamera oder der Lichtsteuerung zu vernetzen. Wird tatsächlich einmal eingebrochen und ein Fenster gewaltsam geöffnet, ertönt eine schrille Sirene und benachrichtigt automatisch Sie oder die Nachbarn, die daraufhin die Polizei verständigen können. Durch entsprechende Smart-Home-Anwendungen ist es sogar schon gelungen, gesuchte Serieneinbrecher dingfest zu machen. Wer eine solche Anschaffung plant, sollte sich vorher umfassend informieren – denn die KfW bezuschusst die Installation von Geräten für den Einbruchsschutz mit bis zu 1.600 Euro.